2c auf Entdeckungstour am Funkerberg

Wie entstand eigentlich der Rundfunk? Und wie konnten Menschen schon vor über 100 Jahren Nachrichten ohne Kabel verschicken? Diesen spannenden Fragen ging die Klasse 2c bei ihrem Besuch im Museum Funkerberg in Königs Wusterhausen nach.

Das Museum befindet sich an einem ganz besonderen Ort: Von hier aus wurde am 22. Dezember 1920 die erste deutsche Rundfunksendung – das berühmte Weihnachtskonzert – ausgestrahlt. Natürlich durften die Kinder auch in einen Ausschnitt dieser historischen Aufnahme hineinhören und bekamen so einen lebendigen Eindruck von den Anfängen des Radios.

In kleinen Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler anschließend das Museum. Eine Gruppe lernte, wie ein Radio funktioniert und wie Radiosender über verschiedene Frequenzen eingestellt werden. Dabei begegneten den Kindern auch so einige physikalische Fachbegriffe, die für das ein oder andere Schmunzeln sorgten.

Die zweite Gruppe begab sich auf die Spuren des Physikers Heinrich Hertz. Sie erfuhr, wie ihm der experimentelle Nachweis elektromagnetischer Wellen gelang – eine Entdeckung, die die Grundlage für Funk, Radio, Fernsehen und unsere heutige drahtlose Kommunikation schuf. Im Museum wird dieser Weg vom ersten Funken bis zum modernen Rundfunk anschaulich erklärt.

Besonders spannend wurde es, als die Kinder Morsezeichen hörten und versuchten, diese zu entschlüsseln. Auch das weltweit bekannte Notsignal SOS wurde ihnen vorgemorst.

Zum Abschluss führte der Rundgang zum historischen Sendemast 17, der in den kommenden Jahren aufwendig saniert werden soll. Anhand eines Modells konnten die Kinder nachvollziehen, wie das Gelände des Funkerbergs früher aussah. Dabei erfuhren sie auch, dass der einst größte Sendemast – der sogenannte „Dicke Mast“ – in den 1970er-Jahren bei einem Sturm einstürzte.

Der Besuch im Museum Funkerberg machte Geschichte und Technik auf anschauliche Weise erlebbar und zeigte der Klasse 2c, wie aus den ersten Funksignalen die moderne Kommunikation entstand.