Im Schuljahr 2024/2025 hat die Klasse 6a der Grundschule Bestensee mit viel Engagement das Schülerprojekt „Futterstube“ ins Leben gerufen. Unter der Schirmherrschaft des Fördervereins betrieben die Schülerinnen und Schüler ein Schülercafé, das jeden Donnerstag mit leckeren Snacks wie Schnitzelbrötchen, Waffeln und Brezeln lockte – Angebote, die bei der gesamten Schülerschaft sehr gut ankamen.
Doch das Projekt war weit mehr als nur ein Café: Die Kinder übernahmen alle Aufgaben in Eigenregie – von der Planung über den Einkauf bis zur Auswertung. In Exceltabellen wurden Einnahmen und Ausgaben sorgfältig dokumentiert, Einsätze geplant und der nächste Verkaufstag vorbereitet. Auch das Angebot wurde regelmäßig an die Nachfrage angepasst, um Reste und unnötigen Müll zu vermeiden.
Die Einnahmen wurden fair aufgeteilt: Die Hälfte des Gewinns ging an den Förderverein, die andere Hälfte wurde verwendet für Verbrauchsmaterialien wie Servietten und Pappteller sowie die Abschlussfeier der Klasse 6a.
„Das Projekt hat von den Kindern ein hohes Maß an Verantwortung erfordert. Sie haben viele lebensnahe Fähigkeiten erlernt“, erklärt Projektleiterin Franziska Wagener. Die Kinder mussten nicht nur selbst einkaufen und verkaufen, sondern auch Werbung gestalten, Speisen am Morgen zubereiten, die Küche reinigen, Kassen zählen und Daten auswerten.
Aufgrund des großen Erfolgs soll die „Futterstube“ auch im kommenden Schuljahr fortgeführt werden – diesmal im Rahmen des Förder- und Forderunterrichts. Dann wird das Projekt für Kinder aus mehreren Klassen geöffnet und die gesamten Einnahmen fließen in den Förderverein.
„Wir wollen im nächsten Schuljahr die Konferenz der Schülerinnen und Schüler noch stärker einbinden“, so Wagener weiter. „Sie sollen mitentscheiden, wofür die Gelder verwendet werden, und wir werden sie dabei intensiver begleiten.“ Außerdem ist geplant, das Projekt künftig mit einer Koch-AG zu verknüpfen, um das praktische Lernen noch weiter auszubauen.